Nachruf auf Franz Meixner

Im Juni 1945 wurde Franz Meixner in einer bekanntlich  schweren Zeit in das zerstörte Wien hineingeboren.

Nach einer Lehre zum Konditor verblieb er in der Gastronomie und arbeitete sich schon in jungen Jahren zum Küchenchef renommierter Gaststätten empor.

Als gestandenen Bajuwaren verschlug es ihn schon Ende der sechziger Jahre beruflich nach Bayern, wo die Menschen ja durchaus Freunde des Bieres aber auch keine Feinde des Heurigen und auch sonst den barocken und irdischen Genüssen nicht abgeneigt sind.

Hier  hat er also gut  hergepasst, der Franz.

Und auch folgerichtig die Gastronomie beruflich rasch an den Nagel gehängt

Aus der Weltstadt der Ansichtskarte, Wien, hat er Wissen und Ware mit- und einer hiesigen diesbezüglich noch hinterher hinkenden Sammlerschaft die Schönheit und Faszination dieses Bereiches der Philatelie nähergebracht.

Franz Meixner hat den ersten Ansichtskartentauschtag in München etabliert, die Sammler- und Händlerschaft hat ihm gegen frühzeitige brotneidige Konkurrenten die Stange gehalten, bis er 1990, schon voll als Auktionator engagiert die Veranstaltung abgab.

So wurde seine Firma, norddeutsche Mitbewerber sind schon vor langen Jahren von der Bildfläche verschwunden, das älteste deutsche Auktionshaus für alte Ansichtskarten. Früher als andere hat er mit gutem Händchen und Engagement die Datenverarbeitung in der Erarbeitung seiner Kataloge etabliert.

102 Auktionen zu leiten, war ihm vergönnt.

Seit Jahren Dialyse-Patient war er bienenfleißig, ein Workaholic bis zuletzt.

Bevor er wieder mal in die Klinik musste, hat er noch seinen 103. Katalog fertig stellt.

Am 14.Juni 2012, vier Tage nach seinem 67. Geburtstag ist er dort verstorben.

Franz Meixner hinterlässt zwei wohlgeratene Söhne und ein herzensgeliebtes Enkelchen.

Die deutsche und österreichische AK-Szene verliert eine Persönlichkeit und ein Original. Wer mit ihm einen mitunter langen Abend verbringen durfte, weiß das.

Die Sammler des Kulturgutes Ansichtskarte verneigen sich vor ihm und werden Franz Meixner ein ewiges ehrendes Andenken bewahren.

Er ruht an idyllischer Stelle einer Lichtung in der Sektion 28 im Münchner Waldfriedhof, alter Teil, an einer Stelle, die er sich selber ausgesucht hat. Sterbebild Meixner

Copyright 2011 Franz Meixner - Histocard Onlineshop für alte Ansichtskarten und historisches Papier. Histocard
Joomla templates 1.7 by Hostgator